Therapie

Beckenbodensenkung

Die Therapie besteht aus zwei ungleichen Teilen: Mit einem Drittel bewerten wir den operativen Eingriff an sich. Ganze zwei Drittel werden von der Nachsorge-Therapie beansprucht, für deren Erfolg wir auf die Mitarbeit unserer Patienten angewiesen sind.

Die Operation

Wir bleiben beim Thema Beckenboden weiterhin bei dem Bild einer Hängematte und stellen uns vor, wie diese nach vielen Jahren der Benutzung aussehen könnte - nämlich am tiefsten Punkt durchgelegen. Um wieder eine gleichmäßige und angenehme Liegeposition zu gewährleisten, wird der Stoff um die durchgelegene Stelle gerafft und mit Nähten fixiert.

So ähnlich können Sie sich eine chirurgische Operation am Beckenboden vorstellen. Im Prinzip wird das Gebilde aus Muskeln, Bindegewebe und Fett geliftet und damit um mehrere Zentimeter angehoben.  Eventuelle Begleiterkrankungen wie beispielsweise eine Rektozele oder krankhaft vergrößerte Hämorrhoiden sollten bei diesem Eingriffs ebenfalls versorgt werden.

Wenn ein vorab festgestellter überlanger Dickdarm (Colon elongatum) mit als Ursache für die Senkung des Beckenbodens bzw. für Verstopfung in Frage kommt, wird dieses Stück ebenfalls entfernt, um dem Stuhl wieder eine Passage in angemessener Zeit zu ermöglichen.

Nach der Operation

Bereits einige Tage nach einem solchen operativen Eingriff können Sie unsere Klinik verlassen. Nun kommt es darauf an, dem Darm dabei zu helfen, sich an seine ursprüngliche Funktionalität im Verdauungsprozess "zu erinnern". Denn über die Jahre, in denen sich die gesamte Problematik entwickelt hat, haben Dick- und Enddarm ihre eigentlichen Funktionen nicht mehr ausreichend wahrnehmen können. Das bedeutet, der Darm, also die Darmwand, muß sich wieder von selbst bewegen (Peristaltik). Besonders wenn in der Krankengeschichte der Betroffenen bis direkt vor der Operation Abführmittel eine bedeutende Rolle gespielt haben, gelingt vielen unserer Patientinnen nicht gleich im Anschluß ein "normaler" Stuhlgang, da der Darm ganz einfach träge geworden ist.

Mit Hilfe unseres Nachsorgekonzepts, das Beckenbodentherapie, angepaßte Ernährung, evtl. Nahrungsergänzungmittel und Bewegung als wesentliche Elemente enthält, wird die Darmtätigkeit optimal angeregt. Zusätzlich ist viel Geduld und Mitarbeit von unseren Patienten gefordert.

Wir sind erst zufrieden, wenn Sie es sind!

Bis dahin begleiten und unterstützen wir unsere Patienten und stehen ihnen jederzeit als Ansprechpartner zur Verfügung .


Zertifikat Kompetenz Zentrum für chirurgische Koloproktologie

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